Lassen wir das Königreich Jesu Wirklichkeit werden

Liebe Erstkommunionkinder, Jungscharkinder und Jugendliche! 

In dieser Zeit denken wir besonders auch an euch und legen euch in Gottes Hand und Schutz! – Ein paar Gedanken zum Palmsonntag und zur Karwoche als Verbindung mit unserer Pfarrgemeinde. 

Es gibt viele Anlässe, um jemanden hochleben zu lassen – z.B. Beim Formel 1 Rennen – im Kindergarten und in der Schule lässt man Geburtstagskinder hochleben –  bei einer Hochzeit steht das Hochzeitspaar im Mittelpunkt – es kann ganz schön spannend sein, auf die Hauptperson zu warten. Lesen wir der Hl. Schrift bei Mt 21, 1-11 zum Palmsonntag nach: 

 Als sie sich Jerusalem näherten und nach Betfage am Ölberg kamen, schickte Jesus zwei Jünger aus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist: Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers. Die Jünger gingen und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! Als er in Jerusalem einzog, erbebte die ganze Stadt und man fragte: Wer ist dieser? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

Einheitsübersetzung 2016 Mt 21, 1-11 – www.bibelserver.com

Meine Gedanken dazu:                                                                                                                                                                               Als die Leute Jesus sahen, der auf einem Esel ritt, da wussten viele genau: Er ist wirklich der König, den Gott versprochen hat. Und nun wird endlich Gerechtigkeit und Friede herrschen. Er wird alles heil machen, alles ändern – sind das nicht auch unsere Wünsche? 

So groß war ihre Hoffnung – von allen Seiten liefen die Menschen herbei, sie legten ihre Kleider auf die Straßen und breiteten sie auf dem Weg aus wie eine Königstreppe. Einige kletterten sogar auf die  Bäume, rissen Zweige ab und winkten Jesus fröhlich zu. Viele sangen vor lauter Freude: Hosanna, ein Hoch auf unseren König! Alle stimmten ein – Alte und Junge, alle haben seine Hinweise verstanden. Wie es aber im Leben ist, gab es auch andere, die sich schon oft über diesen Jesus geärgert haben, über seine Art, aber auch besonders über seine Forderungen. Und nun ärgerten sie sich noch mehr, weil er als König gefeiert wurde. Sie wollten einfach ihr Leben nicht ändern, sie wollten ihre Ruhe haben, sie wollten in ihrem Sein  nicht gestört werden. 

Doch, so frage ich euch, wie ist das  heute? – Wie ist das mit uns? Durch die Taufe gehören wir alle zu Jesus. Er ist unser Herr und König. sind wir bereit,  ihm  zu dienen und so zu leben, wie er? 

Das bedeutet ganz konkret: 
+ dass wir nicht immer zuerst an uns und unseren Vorteil denken, sondern auch auf   andere Rücksicht nehmen. 
+ dass wir nicht nur stark sein müssen, sondern auch einmal nachgeben können. 
+ dass auch von uns einmal der erste Schritt zur Versöhnung ausgehen kann. 
+ dass wir vor allem immer gute und freundliche Worte sprechen und anderen  damit Freude , Frieden und Hoffnung schenken. 

Es liegt an unserer Bereitschaft – wir alle können gemeinsam helfen und beten, das Königreich Jesu Wirklichkeit werden zu lassen.