Freuet euch – Gaudete!

Das Zweite Vatikanische Konzil hat im Dezember 1965 in seiner Pastoralkonstitution folgendes mit diesen Worten verabschiedet: „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst.“ Diese Worte entsprechen dem Philipperbrief des Apostels Paulus aus der heutigen Lesung. 

Im Evangelium fordert Johannes der Täufer eigentlich nichts Besonderes von seinen Zuhörern – nur – jeder soll dort, wo er lebt, in der Stellung, die er innehat, dazu beitragen, dass Menschen besser miteinander leben können 

Das passt gerade auch in unserer Zeit der Corona Pandemie. Diese Botschaft des Johannes gilt also auch für uns. 

Wenn wir ihn heute fragen würden: „Was sollen wir tun?“, dann könnte seine Antwort vielleicht lauten: Macht euch nicht lustig über die Schwächen anderer, sondern schaut lieber, was sie gut machen und lobt sie dafür. Oder – seid nicht maßlos in euren Wünschen und Ansprüchen, sondern schaut was ihr wirklich braucht. Oder – lasst euch nicht ständig bedienen, sondern leistet selbst eueren Anteil an jeder Arbeit, sei es zu Hause, in verschiedensten Gruppen oder auch in der Schule. Oder – tragt Streitigkeiten nicht mit den Fäusten aus. Oder – achtet auf ein gemeinsames Zusammenleben, haltet euch an Vorschriften, die dem Schutz der Mitmenschen dienen ( ich denke hier z.B., an die Maskenpflicht in Kirchen und Lebensmittelgeschäften). Oder – begegnet einander mit der Haltung der gegenwärtigen Wertschätzung, dass der oder die andere den Eindruck gewinnen: Der meint es gut mit mir. 

Nicht Angst und Konkurrenz sollen unser Zusammenleben bestimmen, sondern Rücksichtnahme, Fürsorglichkeit und Freundlichkeit. Denn, in solcher Atmosphäre können die Menschen uns herum erfahren: Gott ist nahe, und wir haben allen Grund darüber froh und dankbar dafür zu sein. 

Die Lesungen des 3. Adventsonntages: 

  • 1. Lesung: Zef 3,14-17: Auch das Volk Israel erfährt die Grundspannung menschlicher Existenz. Es hofft, dass Gott sein Volk liebt und Rettung bringt. Das ist Grund zu Jubel und Freude.
  • 2. Lesung: Phil 4,4-7: Obwohl Paulus im Gefängnis sitzt, ist er erfüllt vom tiefen Frieden Gottes, der alles Verstehen übersteigt – und daher ruft er auf zur Freude. 
  • 3. Evangelium: Lk 3, 10-18: Der Advent, die Ankunft Gottes in unsere Welt, lässt uns vertrauen auf das rettende Wirken Gottes, verlangt aber auch unser eigenes Mittun.

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